Zweck

Die Swiss Data Alliance ist ein überparteilicher Zusammenschluss für die innovative und faire Datennutzung in der Schweiz, welche den Ansprüchen von Unternehmen, Individuen und Öffentlichkeit gleichermassen Rechnung trägt.


Ziele

Damit Unternehmen, Individuen und die Öffentlichkeit gemeinsam von der Datenwirtschaft profitieren können, setzt sich die Swiss Data Alliance für die folgenden Prinzipien ein:

  • Jedes Individuum hat das Recht auf eine digitale Kopie der Daten zu seiner Person («My Data»)
  • Personendaten sind vor übermässigem staatlichem Zugriff zu schützen («Privacy»)
  • Unpersönliche Daten, die im Rahmen von staatlichen Aufgaben anfallen und von der öffentlichen Hand finanziert werden, sollen offen zugänglich sein («Open Data»)
  • Investitionen der Unternehmen in die Datenerhebung und in die Entwicklung von neuen Algorithmen sind zu schützen («Corporate Data»)

Im Interesse datenbasierter Innovationen in der Schweiz engagiert sich die Swiss Data Alliance für:

  • das Verständnis und den Dialog zum Potenzial, den Prinzipien und den Spielregeln der Datenwirtschaft in der breiten Öffentlichkeit.

  • Die Schaffung notwendiger rechtlicher, finanzieller, technischer und kultureller Rahmenbedingungen für die innovative und faire Datennutzung in der Schweiz.

  • Den Aufbau einer nationalen Dateninfrastruktur, über welche Daten aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können.

  • Den Aufbau von Infrastrukturen für die Nutzung persönlicher Daten unter der Kontrolle der betroffenen Personen.

  • Die Nutzung der Daten für innovative wirtschaftliche, soziale und wissenschaftliche Anwendungen.


Handlungsfelder

Die Swiss Data Alliance engagiert sich mit kommunikativen Aktivitäten, politischen Vorstössen und Leuchtturmprojekten in den folgenden Handlungsfeldern:

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Kommunikation:
Förderung des Verständnisses und des Dialoges zum Potenzial, den Prinzipien und den Spielregeln der Datennutzung in der breiten Öffentlichkeit

Rechtliche Rahmenbedingungen:
Schaffung notwendiger rechtliche Rahmenbedingungen für eine innovative und faire Datennutzung in der Schweiz, insbesondere

  • Verankerung des Rechtes auf Kopie in der Verfassung als Basis für die digitale Selbstbestimmung jeder einzelnen Person

  • Einführung des aktiven Öffentlichkeitsprinzips für die Daten der öffentlichen Verwaltung sowie aller von der öffentlichen Hand finanzierten Unternehmen und Institutionen

  • Schutz der Personendaten, insbesondere auch vor übermässigem staatlichem Zugriff

Technische Standards:
Förderung der Anwendung technischer Standards, welche die Publikation, den Austausch und die Nutzung der Daten über die Grenzen von Unternehmen, Verwaltungsorganisationen und Forschungsinstitutionen hinweg erleichtern.

Öffentliche nationale Dateninfrastruktur:
Förderung des Aufbaus einer vernetzten nationalen Dateninfrastruktur, über welche Daten aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können.

Persönliche Dateninfrastrukturen:
Förderung von Infrastrukturen, welche Services für die Nutzung der persönlichen Daten unter der Kontrolle des Individuums ermöglichen.

Datenbasierte Innovation und Forschung:
Förderung der Datennutzung für innovative wirtschaftliche, soziale und wissenschaftliche Anwendungen.

Bildung («Data Literacy»):
Ausbildung aller Bevölkerungskreise im grundsätzlichen Verständnis und in der praktischen Nutzung der offen zugänglichen und der eigenen persönlichen Daten für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zwecke.