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Entwaffnung der KI – mehr als ein frommer Wunsch?

  • ETH Zürich, Hörsaal Audimax (Hauptgebäude HG F 30) Rämistrasse 101 8092 Zürich (Karte)

Künstliche Intelligenz «entwaffnen»?

Mit der Enzyklyka Magnifica Humanitas äussert sich Papst Leo XIV. ausführlich zu den grundsätzlichen Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz. Darin fordert er nicht weniger, als die KI zu «entwaffnen». Wie bewerten Fachpersonen diese Forderung – und welche alternativen Modelle wären denkbar?


Die Diskussionsveranstaltung wird organisiert von der Swiss Data Alliance in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) der Universität Luzern sowie dem Verein Wikimedia CH.

Auf dem Podium:

  • Felix Gmür, Bischof von Basel

  • Jenny Ebermann, Geschäftsführerin Wikimedia CH

  • Christian Rutishauser SJ, Leiter IJCF (Moderation)

  • André Golliez, Präsident Swiss Data Alliance (Moderation)

«KI zu entwaffnen bedeutet, sie der Logik des bewaffneten Wettbewerbs zu entziehen, der heute nicht mehr nur militärischer, sondern auch wirtschaftlicher und kognitiver Natur ist. Bei diesem Wettrennen geht es um den leistungsfähigsten Algorithmus und die größte Datenbank, um einen geopolitischen oder kommerziellen Vorsprung gegenüber allen anderen zu festigen. Entwaffnen bedeutet, diese Gleichsetzung von technischer Macht und dem Recht zu herrschen aufzubrechen. Entwaffnen bedeutet nicht, auf die Technologie zu verzichten, sondern zu verhindern, dass sie den Menschen zu beherrscht. Es bedeutet, sie Monopolen zu entziehen, sie hinterfragbar und anfechtbar und damit lebensfreundlich zu machen, sie der Vielfalt menschlicher Kulturen und Lebensweisen zurückzugeben. Die Aufgabe ist heute nicht nur ethischer oder technischer Natur: Sie ist ökologisch im radikalsten Sinne, denn sie betrifft eine neue Dimension unseres gemeinsamen Zuhauses. KI ist bereits eine Umwelt, die uns umgibt, und eine Macht, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Daher reicht es nicht aus, sie zu regulieren: Sie muss entwaffnet und lebensfreundlich gemacht werden.»

 Enzyklyka Magnifica Humanitas, Absatz 110

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