Data Literacy und das Forschungsprogramm «Digitale Transformation» (NFP 77)
Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2026 der Swiss Data Alliance erklärte Diego Kuonen die Data-Literacy-Charta der Schweiz, während Mathis Brauchbar zentrale Erkenntnisse aus dem Forschungsprogramm «Digitale Transformation» präsentierte.
Data Literacy sei eine «Grundbildung» und beinhaltet ein ganzes Bündel von Kompetenzen, über das die allgemeine Bevölkerung verfügen sollte – wie das auch beim Lesen und Schreiben der Fall ist. Data Literacy befähigt Menschen, Daten kritisch zu verstehen, verantwortungsvoll zu nutzen und informierte Entscheidungen zu treffen. Auf individueller Ebene stärkt sie Urteilsfähigkeit und Selbstbestimmung in einer datenintensiven Gesellschaft. Auf organisationaler Ebene ermöglicht sie Mitarbeitenden, Daten korrekt zu erzeugen, ihre Grenzen zu erkennen und sie so weiterzugeben, dass nachfolgende Prozesse verlässlich darauf vertrauen können.
Eine breit verankerte Data Literacy bildet damit das Fundament für eine lebendige Datenkultur, eine erfolgreiche digitale Transformation und den verantwortungsvollen Einsatz datenbasierter Technologien wie KI. Digitale Transformation ist dabei nicht primär eine technologische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Herausforderung. Zu dieser Erkenntnis kommt auch das Nationale Forschungsprogramm NFP 77 «Digitale Transformation». Nach fünf Jahren Forschung in 46 Projekten leitet das Programm wichtige Impulse für die Schweiz ab, etwa für das Bildungssystem oder den Arbeitsmarkt. Eine zentrale Erkenntnis betrifft den Datenzugang: Ein fairer Zugang zu Daten bildet das Fundament für eine evidenzbasierte Politik und Forschung.